SASI und BASF im Dialog
Wie können nachhaltige landwirtschaftliche Lieferketten in einem sich verändernden globalen Umfeld gestärkt werden? Und wie können Entwicklungspolitik und der private Sektor zusammenarbeiten, um praktikable Lösungen zu schaffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Partner-Tages mit BASF, organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Eschborn.
Auf Einladung der Initiative für nachhaltige landwirtschaftliche Lieferketten (SASI) trafen sich im Juni 2026 Vertreter von BASF und GIZ in Eschborn, um über gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen zu erkunden. Die Diskussionen konzentrierten sich auf nachhaltige Lieferketten, insbesondere für Palmöl und Palmfett, sowie auf erneuerbare landwirtschaftliche Rohstoffe und Partnerschaftsmodelle zur Unterstützung einer widerstandsfähigen und verantwortungsvollen Beschaffung.
Als Chemieunternehmen treibt BASF die grüne Transformation ihrer globalen Lieferketten voran. Gleichzeitig bringt die GIZ Fachwissen und Erfahrung aus der internationalen Zusammenarbeit, Partnerschaften mit dem privaten Sektor sowie den Dialog mit Regierungen, der Zivilgesellschaft und Produzentenorganisationen zusammen.
Der Austausch verdeutlichte, dass die Transformation landwirtschaftlicher Lieferketten Kooperationen über institutionelle Grenzen hinweg erfordert. Komplexe Themen wie Rückverfolgbarkeit, verantwortungsvolle Beschaffung, deforestationsfreie Produktion und stabiler Marktzugang können nicht von einzelnen Akteuren allein angegangen werden. Sie erfordern Dialog, praktische Lösungen und langfristige Partnerschaften.
Verschiedene Perspektiven für nachhaltige Lieferketten zusammenbringen


Ein Schwerpunkt der Diskussionen war die Zukunft erneuerbarer Rohstoffe und die Frage, wie nachhaltige Lieferketten gefördert werden können, um sowohl den produzierenden Ländern als auch den internationalen Unternehmen zugutekommen. Palmöl war eines der diskutierten Produkte, neben weiteren Chancen im Zusammenhang mit verantwortungsvoller und skalierbarer Beschaffung, regulatorischen Anforderungen wie der EUDR, RSPO usw. sowie resilienten landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten. Anstatt sich auf einzelne Produkte oder Länder zu konzentrieren, erkundete der Dialog, wie verschiedene Akteure gemeinsam zu nachhaltigen und zukunftssicheren Lieferketten beitragen können.
SASI trägt zu diesem Prozess bei, indem es Perspektiven von Regierungen, dem privaten Sektor, der Zivilgesellschaft und Produzentenorganisationen zusammenführt. Durch sein globales Netzwerk und die lokale Präsenz schafft es Gelegenheiten für den Dialog, verbindet relevante Partner und hilft, internationale Nachhaltigkeitsanforderungen in praktische Ansätze vor Ort zu übersetzen. Diese Rolle als Vermittler und vertrauenswürdiger Intermediär ist ein zentrales Element der Arbeit von SASI.
„Nachhaltige landwirtschaftliche Lieferketten können nur durch Kooperation gestärkt werden. SASI vereint die Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit, die Perspektiven lokaler Partner und das Engagement des privaten Sektors. Unsere Rolle ist es, diese Stärken zu verbinden und die Bedingungen für gemeinsame Lösungen mit messbarem Einfluss zu schaffen.“
Auf gemeinsamen Interessen und komplementären Stärken aufbauen
Der Partner-Tag identifizierte auch mehrere Schnittstellen zwischen der Nachhaltigkeitsagenda von BASF und der Arbeit der GIZ in der internationalen Zusammenarbeit. Dazu gehören unter anderem verantwortungsvolle landwirtschaftliche Beschaffung, Unterstützung von Kleinbauern, die Umsetzung internationaler Sorgfaltspflichten sowie Dialogformate, die verschiedene Interessengruppen zusammenbringen.
Der Austausch unterstrich, dass nachhaltige Lieferketten nicht nur ein Umwelt- und Sozialthema, sondern auch ein wirtschaftliches sind. Zuverlässige Partnerschaften, stärkere lokale Wertschöpfung und resiliente Beschaffungsstrukturen tragen zur langfristigen Stabilität sowohl für Unternehmen als auch für Produzentenländer bei. In diesem Kontext versteht sich SASI als Plattform und Zugangspunkt für die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor im Bereich landwirtschaftlicher Lieferketten, um Akteure zu verbinden und geeignete Kooperationsformate zu identifizieren.
„Der Austausch zwischen GIZ und BASF hat das starke Potenzial von Partnerschaften zwischen der Wirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit hervorgehoben, komplementäre Stärken zu kombinieren und nachhaltige, resiliente Rohstofflieferketten aufzubauen, während gleichzeitig Entwicklungsziele vorangetrieben werden.“
Die Diskussionen in Eschborn markierten den Beginn eines engen professionellen Austauschs zwischen der GIZ und der Abteilung für Unternehmensnachhaltigkeit und strategische Beschaffungen von BASF. Mehrere identifizierte Arbeitsstränge werden weiterverfolgt, um zu prüfen, wo die jeweiligen Stärken und Netzwerke von GIZ und BASF sich ergänzen können und wo zukünftige Kooperationen zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Lieferketten beitragen könnten.
„Die Transformation landwirtschaftlicher und Ernährungssysteme erfordert Kooperationen über Sektoren hinweg. Wenn wir die Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit, das Wissen lokaler Partner und die Innovationskraft des privaten Sektors zusammenbringen, schaffen wir einen Einfluss, der weit über einzelne Projekte hinausgeht.“
