Beyond Crisis Management – Building Resilient and Regenerative Agricultural Supply Chains
In dieser Ausgabe der SASI-Lunchbreak wollen wir eine Frage diskutieren, mit der sich die viele Unternehmen, Produzent*innen und Akteure der Lieferkette aktuell konfrontiert sehen: Wie können wir über reines Krisenmanagement hinausgehen und Agrarlieferketten aufbauen, die wirklich widerstandsfähig sind?
Liebe Freundinnen und Freunde der Sustainable Agricultural Supply Chains Initiative (SASI),
wir laden Sie herzlich ein zur nächsten SASI-Lunchbreak “Beyond Crisis Management – Building Resilient and Regenerative Agricultural Supply Chains” am Donnerstag, den 2. Juli 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr.
Durch geopolitische Spannungen, den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt stehen globale landwirtschaftliche Lieferketten zunehmendem unter Druck. Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Golfregion haben erneut die Anfälligkeit landwirtschaftlicher Produktionssysteme aufgezeigt. Sie sind stark abhängig von kritischen Produktionsfaktoren und Handelswegen. Steigende Preise und Versorgungsunsicherheiten bei Düngemitteln, Diesel und anderen wichtigen Produktionsfaktoren belasten die Produzent*innen. Unternehmen sehen sich gleichzeitig mit wachsenden Herausforderungen bei den Beschaffungskosten, der Versorgungssicherheit und den langfristigen Lieferbeziehungen konfrontiert.
Zwar sind Sofortmaßnahmen erforderlich, um den steigende Inputkosten und Versorgungsengpässe zu bewältigen, doch wirft die aktuelle Situation weiterführende Fragen hinsichtlich der langfristigen Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Lieferketten auf. In diesem Zusammenhang wird regenerative Landwirtschaft zunehmend als möglicher Weg zu gesünderen Böden, einer geringeren Abhängigkeit von externen Betriebsmitteln und widerstandsfähigeren Beziehungen zwischen Produzenten und Unternehmen diskutiert.
Am Beispiel des Kaffeesektors bringt die SASI-Lunchbreak Perspektiven von Produzent*innen und Unternehmen zusammen, um zu erörtern, wie sie auf aktuelle Herausforderungen reagieren und gleichzeitig in die langfristige Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Lieferketten investieren können.
Wir freuen uns, Dr. Natalia Fernandes Carr, ESG-Managerin bei Cooxupé, einer Kaffeegenossenschaft aus Brasilien, sowie Dr. Stefan Canz, Corporate Sustainable Agriculture Sourcing Lead for Coffee and Cocoa bei Nestlé S.A. begrüßen zu dürfen.

Dr. Natalia Fernandes Carr ist Agrarwissenschaftlerin (UEL) und verfügt über einen Master in Pflanzenernährung (IAC), einen MBA in Business Management (Esalq-USP) sowie einen Doktortitel in Naturwissenschaften (CENA-USP). Als ESG-Managerin bei Cooxupé setzt sie sich für mehr Nachhaltigkeit und gemeinsame Verantwortung ein und trägt dazu bei, weltweit eine nachhaltigere und gerechtere Kaffee-Wertschöpfungskette aufzubauen.

Dr. Stefan Canz hat an der Universität Hohenheim in Deutschland in Agrarwissenschaften promoviert. Er begann seine Karriere im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und sammelte praktische Erfahrungen bei der Unterstützung ländlicher Gemeinden in Afrika. Nach drei Jahren wechselte er zu einem Start-up-Unternehmen, das Biokraftstoffe in Afrika entwickelt. Im Jahr 2010 trat er dem Team von Nestlé Agriservices in Vevey (Schweiz) bei. Seit 2013 leitet er die Aktivitäten im Bereich Kaffeeanbau im Rahmen des Nescafé-Plans. Sein Schwerpunkt liegt derzeit auf der Entwicklung und Umsetzung von Strategien für regenerative Landwirtschaft, die darauf abzielen, die Widerstandsfähigkeit der Produzent*innen zu stärken und ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern.
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